Büroeinbau Garage – Malters
Umbau und Umnutzung – statt «heiligs Blechle» gibt’s ein Architekturbüro
Eine Garage aus den 80-er Jahren, steht neben dem Lärchenhaus in Malters und tut lange Zeit, wofür sie gebaut wurde: Autos beherbergen. Irgendwann gabs kein Auto mehr, das Platz brauchte, die Garage stand leer. Als ich mich selbständig machte, brauchte ich ein eigenes Büro. Und packte die Gelegenheit beim Schopf. Mit meinen Vermietern handelte ich einen Deal aus, der für beide Seiten stimmig war. Und schuf innert vier Monaten aus einem Autoabstellplatz meinen Arbeitsplatz.
Die Anforderungen waren überschau- und machbar. Ein WC sollte rein, einen Küchenanschluss habe ich mitgeplant. Das Bürogebäude steht Wand an Wand, mit einem Keramikbrennofen im Nachbarraum. Das galt es von Anfang an mitdenken. Die grösste Knacknuss lag jedoch unter meinen Füssen: Weil ich von innen dämmen musste, blieb ohne Eingriff zu wenig Raumhöhe übrig. Die Lösung: den Boden absenken, Zentimeter für Zentimeter. Bis wieder Luft nach oben war.
Architekt für ökologischen Innenausbau in Malters
Heute steht neben dem Lärchenhaus ein Bau mit circa 40m2 Fläche, dessen Fassade mit Lärchenholz verkleidet ist. Gewachsen am Sonnenberg, in einer Schreinerei in Blatten zu montagefertigen Latten verarbeitet. Dieselbe Farbigkeit und dieselben feinen rote Leisten wie sie das Haupthaus trägt, trägt nun auch das Büro. Das Innere lässt nicht den Hauch einer Ahnung, dass es mal eine Garage war. Statt Betonboden liegt jetzt ein Fischgrätparkett. Darüber geht und steht es sich anders. Beim Eingang, wo die Schuhe zuerst den Boden berühren, sind auserlesene Plättchen italienischer Herkunft verlegt – edle Schmutzfänger, die dem Parkett ein etwas unversehrteres Leben schenken. Ich habe nachhaltige Dämmstoffe verbauen lassen und die Wände sind mit Lehm verputzt. Etwas, das sich durch meine Arbeiten durchzieht: Oberflächen, so natürlich wie möglich zu halten. Direkt beim Eingang gibt es ein Stück, das ganz meine Handschrift trägt – das alte Garagentor, dessen dunkelrote Farbe längst absplittert. Liebevoll als Erinnerung verbaut statt entsorgt.




